Prinz 2008

Schon im Alter von sieben Jahren übte Stephan Piotrowski den Umgang mit Stichsäge und Bohrmaschine. Als 14-Jähriger zimmerte er dann seinen ersten Einbauschrank. Und 2008? Da nahm der Tischlermeister aus Dortmund für seinen modularen Raumteiler den Bochumer Designpreis entgegen. Als sich der 37-Jährige zur Schreinerlehre entschied, stimmte das seinen Vater damals eher skeptisch: "Willst du dein Leben lang Fenster einbauen?" Nein, das wollte er nicht. Denn ihn trieb die Liebe zum Schönen an. "Möbeldesign sollte die Sinne ansprechen, Empfindungen wecken", schwärmt Piotrowski. Und so feilt er heute parallel zum Tagesgeschäft seiner Tischlerei regelmäßig an freien Eigenkreationen. Dabei kombiniert er gerne ausgefallene Hölzer und moderne Ästhetik. Oder experimentiert mit neuen Konstruktionswegen. So entstand auch der preisgekrönte Raumteiler. Die Idee: ein Regal, das sich ohne Anleitung und Werkzeug aus drei Grundelementen immer wieder anders zusammensetzen lässt. "Während der Entwurfsphase habe ich mir 1 000 Skizzen gemacht, um festzuhalten, was ich gebaut hatte. Heute weiß ich: Die besten Effekte entstehen, wenn man einfach drauflosstapelt", erklärt er. Und warum wählte er ausgerechnet ein Regal als Versuchsobjekt? Piotrowski: "Raumteiler kommen gerade in Mode. Denn nach dem Trend zum offenen Wohnen trennt man jetzt Bereiche wieder gerne voneinander ab."

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